Eine zusätzliche Variante der Fassadengestaltung ist durch die Kombination von vetroSol und vetroTherm mit einem Sieb- oder Digitaldruck auf Glas (in der Regel auf Position 2) möglich. Nicht alle Beschichtungen und Bedruckungen sind hierzu geeignet.
Im Auftragsfalle ist immer eine objektbezogene Beratung, Bemusterung und Freigabe notwendig.
Durch die Kombination mit vetroDur Design verändern sich die Licht- und Gesamtenergiedurchlässigkeit des Sonnenschutz- bzw. Wärmedämmglases. Hierdurch ist ein zusätzlicher Sicht- und Blendschutz und bei den Wärmedämmgläsern ein zusätzlicher Sonnenschutz möglich.
In den beiden folgenden Diagrammen sind beispielhaft Licht- und Gesamtenergiedurchlässigkeit in Abhängigkeit des Bedruckungsgrades dargestellt, wobei eine ausgewählte graue Bedruckung berücksichtigt wurde.
Die Licht- und Gesamtenergiedurchlässigkeit des ausgewählten beschichteten Funktionsglases (ohne Bedruckung) kann jeweils auf der vertikalen Achse abgelesen werden.

Beispiel: vetroSun 71/43 G mit dem Siebdruck auf Position 2, Bedruckungsgrad 40 %. Es soll die Lichtdurchlässigkeit ermittelt werden:
Hierzu ist die Gerade mit der Lichtdurchlässigkeit von 70 % auf der vertikalen Achse zu verwenden. Bei einem Bedruckungsgrad von 40 % kann dann die resultierende Lichtdurchlässigkeit mit etwa 45 % abgelesen werden. Entsprechend ergibt sich eine Gesamtenergiedurchlässigkeit
von ca. 25 %.
Anmerkungen:
Der Anhang C der DIN EN 410: 2011-04 beschreibt ein Verfahren zur Berechnung der spektralen Kenngrößen von Siebdruckglas. Aufgrund von Messungen an Scheiben mit und ohne Oberflächenbehandlung können in Abhängigkeit des Bedruckungsgrades zunächst die spektralen Größen der siebedruckten Scheibe und dann die Kenngrößen wie Lichtdurchlässigkeit TL und Gesamtenergiedurchlässigkeit g des Isolierglases berechnet werden. Die hieraus berechneten Werte für unterschiedliche Bedruckungsgrade sind abhängig von den Messungen an den vollflächig bedruckten Scheiben. Diese weisen produktionsbedingt Toleranzen auf, z. B. aufgrund von Farbe und Zusammensetzung, Schichtdicke, Glasdicke, Lufttemperatur, -feuchtigkeit bei der Produktion und dem Produktionsverfahren. Die berechneten Werte in den Diagrammen haben daher orientierenden Charakter.

Siebdruck und Beschichtung bewirken eine erhöhte Absorption der solaren Strahlung. Die Bedruckungsgrade sollen etwa 50 % nicht überschreiten, um die Lebensdauer des Isolierglases durch die thermische und mechanische Belastung des Randverbundes nicht herabzusetzen. Aufgrund der erhöhten Absorption ist eine Innenscheibe aus vetroDur (ESG) zu empfehlen. Die Außenscheibe besteht prinzipiell aus vetroDur. Glasdicken von 6 mm bis 10 mm sind möglich. Die maximalen produktionstechnisch möglichen Abmessungen sind 230 x 480 cm2. Eine Bemusterung, möglichst in Originalgrösse, ist zu empfehlen.