Toleranzen

Basisglas vetroFloat

Für das Basisglas vetroFloat gelten folgende Normen:
  • DIN EN 572-1 (2004-09) Glas im Bauwesen – Basiserzeugnisse aus Kalk -Natronsilicatglas – Teil 1: Definitionen und allgemeine physikalische und mechanische Eigenschaften
  • DIN EN 572-2 (2004-09) Glas im Bauwesen – Basiserzeugnisse aus Kalk -Natronsilicatglas – Teil 2: Floatglas
Diese Normen definieren neben den chemischen, physikalischen und mechanischen Eigenschaften auch die Dickentoleranzen des Floatglases. Sie definieren ausserdem die Anforderungen an die optische Qualität des Floatglases.

Dickentoleranz

Die tatsächliche Dicke darf, auf 0,1 mm gerundet, von der Nenndicke nicht mehr abweichen als um die in der Tabelle angegebenen Toleranzen.

Toleranzen der Glasdicke

Nenndicke mm

Toleranz mm

2, 3, 4, 5, 6

± 0,2

8, 10, 12

± 0,3

15

± 0,5

19, 25

± 1,0

Länge, Breite und Rechtwinkligkeit

Bandmasse und geteilte Bandmasse mit den Nennmassen Länge H und Breite B müssen entsprechend Bild 4 in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um 5 mm vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um 5 mm verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander. Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt.

Toleranzenrechtecke für Bandmasse und geteilte Bandmasse

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität des vetroFloat Basisglases erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 "Visuelle Beurteilung von Glas am Bau".

Zuschnitt

Für den Zuschnitt des vetroFloat Basisglases zu Liefer- oder Festmassen gilt:
  • DIN EN 572-8 (2004-08) Glas im Bauwesen – Basiserzeugnisse aus Kalk -Natronsilicatglas – Teil 8: Liefermasse und Festmass

Toleranzen der Kantenausführung

Beim Zuschnitt ist die Abschrägung e durch Schrägbruch zu berücksichtigen. Diese ist abhängig von der Glasdicke und z.B. der Sprödheit des Basisglases. Nach DIN EN 572-8 muss die Abschrägung e kleiner als ein Viertel der Nenndicke d sein (Bild).

Abb. Abschrägung durch Schrägbruch


An den Kanten von Festmassen sind nach DIN EN 572-8 zurückliegende Fehler (sog. Ausmuschelungen) und hervortretende Fehler zulässig, deren Abmessungen h1, p und h2 die Höchstmasse nach der Tabelle nicht überschreiten.

Abb. Zurückliegende und hervortretende Kantenfehler (links Aufsicht, rechts Schnitt)


Tabelle Höchstmasse von Kantenfehlern

Fehler

Höchstmass

zurückliegender Fehler (sog. Ausmuschelung)

h1 < (d - 1 mm)
p < d / 4


hervortretender Fehler

h2 < +t nach Tabelle "Toleranzen von Liefer- und Festmassen"
Scheibe muss inkl. hervortretender
Fehler innerhalb der
Toleranzrechtecke bleiben

Rechteckscheiben

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss entsprechend dem Bild in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander. Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt.

Abb. Toleranzrechtecke von Liefer- und Festmassen Die Toleranz t ist für Liefermasse und Festmasse unterschiedlich. Sie hängt ausserdem von der Nenndicke und der Seitenlänge H bzw. B ab.


Tabelle Toleranzen von Liefer- und Festmassen

Nenndicke mm





Toleranz t mm

Liefermass
Festmass
H bzw. B
≤ 1500
1500 <
H bzw. B
≤ 3000
H bzw. B
> 3000
2, 3, 4, 5, 6
± 4
± 1
± 1,5
± 2
8, 10, 12
± 1,5
± 2
± 2,5
15
± 2
± 2,5
± 3
19
± 5
± 2,5
± 3
± 3,5

Sonderformen

Abbruch und Rückschnitt

Beim Zuschnitt von Floatglas und VSG aus Floatglas zu Sonderformen (Modellscheiben) können bei kleinen Eckwinkeln die Ecken abbrechen (sog. Abbruch). Sollen solche Sonderformen zu ESG oder TVG weiter verarbeitet werden, müssen produktionsbedingt die Ecken mit Eckwinkeln ≤ 45° entsprechend abgeschnitten werden (sog. Rückschnitt, siehe Tabelle).

Abb. Abbruch bzw. Rückschnitt


Der Abbruch bzw. Rückschnitt beträgt in Abhängigkeit des Eckwinkels:

Tabelle Abbruch bzw. Rückschnitt

Winkel

Abbruch (Float, VSG aus Float) mm

Rückschnitt (ESG, TVG) mm

≤ 12,5°

30
65

≤ 20°

18
33
≤ 35°
12
12
≤ 45°
88

Bearbeitungen

Die Toleranzen sind abhängig von der Kantenausführung (gesäumt, poliert etc.) und von der Art der Bearbeitung (Ausschnitt, Bohrung etc.).
Ergänzend gelten:
  • DIN 1249-11 (1996-09) Flachglas im Bauwesen – Teil 11: Glaskanten - Begriff, Kantenformen, Ausführung
  • DIN EN 572-8 (2004-08) Glas im Bauwesen – Basiserzeugnisse aus Kalk Natronsilicatglas – Teil 8: Liefermasse und Festmasse
  • DIN EN 12150-1 (2000-11) Glas im Bauwesen – Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheibensicherheitsglas – Teil 1: Definition und Beschreibung
  • DIN EN 1863-1 (2000-03) Glas im Bauwesen – Teilvorgespanntes Kalknatronglas – Teil 1: Definition und Beschreibung
  • DIN EN ISO 12543-5 (1998-08) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 5: Masse und Kantenbearbeitung
  • TRLV (2006-08) Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen
  • TRPV (2006-08) Technische Regeln für die Bemessung und die Ausführung punktförmig gelagerter Verglasungen

Toleranzen der Kantenausführung

Kante gesäumt (KGS)

Der Saum kann unregelmässig verlaufen. Die Saumbreite beträgt 0,5 bis 2,5 mm, der Saumwinkel beträgt 40° bis 50°. Dem Hersteller bleibt es aus produktionstechnischen Gründen überlassen, die Kanten zu schleifen bzw. zu polieren. Die Qualität entspricht jedoch der einer gesäumten Kante.

Abb. Saum und Saumtoleranz

Floatglasscheiben, die zu ESG oder TVG weiter verarbeitet werden, müssen vor dem Vorspannen zumindest gesäumt werden. Gemäss TRLV sind bei ESG Ausmuschelungen zulässig, die um nicht mehr als 15 % der Nenndicke ins Glasvolumen eingreifen. Bei heissgelagertem ESG (sog. ESG-H) sind gemäss TRLV Ausmuschelungen zulässig, die um nicht mehr als 5 % der Nenndicke ins Glasvolumen eingreifen.

Kante geschliffen / rodiert (KGN)

Die geschliffene Kante kann mit gebrochenen Rändern (entsprechend der gesäumten Kante) ausgeführt sein. Geschliffene Kanten haben ein schleifmattes Aussehen. Blanke Stellen und Ausmuschelungen sind unzulässig. Dem Hersteller bleibt es aus produktionstechnischen Gründen überlassen, die fein geschliffenen Kanten auch poliert auszuführen.

Kante poliert (KPO)

Matte Stellen sind nicht zulässig. Sichtbare und spürbare Polierspuren und Polierriefen sind zulässig.

Gehrungskante (GK)

Die Toleranz des Gehrungswinkels α beträgt + 3°. Der Saum von Gehrungskanten kann unregelmässig verlaufen. Die Saumbreite kann hier bis zu 3 mm betragen. Dementsprechend verringert sich auch das Nennmass.


Abb. Gehrungskante

Die Beschaffenheit der einzelnen Kantenbearbeitungen entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Kantenbearbeitungen"


Kantenbezeichnung


Kurzzeichen


Fase (Saum)
Kantenfläche

Schnittkante

KG /SK
unbearbeitet
unbearbeitet

Gesäumte Kante

KGS
gebrochen, Muscheln möglichSchnittkante
Kante geschliffen / rodiert
KGN
matt ohne Muschelnmatt ohne Muscheln
Kante poliert
KPOglänzend ohne Muschelnglänzend ohne Muscheln

Kantenbearbeitung von Rechteckscheiben

Standardtoleranzen

Die Standardtoleranzen von Rechteckscheiben mit gesäumten, geschliffenen oder polierten Kanten entsprechen den unter Zuschnitt angegebenen Toleranzen von Festmassen.

Sondertoleranzen

Die nachfolgend angegebenen Sondertoleranzen können nur mit erhöhtem Aufwand realisiert werden:

Sondertoleranzen von Rechteckscheiben mit geschliffener oder polierter Kante

Kantenlänge mm

Nenndicke mm

≤ 12
15, 19
≤ 1000
+ 0,5 / - 1,0
+ 0,5 / - 1,5
≤ 2000
+ 0,5 / - 1,0
+ 0,5 / - 2,0
≤ 3000
+ 0,5 / - 1,5
+ 0,5 / - 2,0
≤ 4000
+ 0,5 / - 2,0
+ 0,5 / - 2,5
≤ 5000
+ 0,5 / - 2,0

+ 0,5 / - 3,0

≤ 6000
+ 1,0 / - 2,0
+ 1,0 / - 3,0

Kantenbearbeitung von Sonderformen

Die Toleranz von Sonderformen ist abhängig von der grössten Kantenlänge

Abb. Beispiel einer Sonderform mit grösster Kantenlänge


Standardtoleranzen von Sonderformen

grösste Kantenlänge mm

Nenndicke mm

≤ 12
15, 19
≤ 1000

± 2,0

± 3,0
≤ 2000
± 3,0
± 4,0
≤ 3000
± 4,0
± 5,0
≤ 4000
± 5,0
± 6,0
≤ 5000
+ 5,0 / - 8,0

+ 6,0 / - 9,0

≤ 6000
+ 5,0 / - 10,0
+ 6,0 / - 11,0

Sondertoleranzen von Sonderformen bei CNC-Bearbeitung

grösste Kantenlänge mm

Nenndicke mm

≤ 12
15, 19
≤ 1000

± 1,0

± 2,0
≤ 2000
+ 1,0 / - 1,5
+ 2,0 / - 2,5
≤ 3000

+ 1,0 / - 2,0

+ 2,0 / - 3,0
≤ 3900
+ 1,0 / - 2,5
+ 2,0 / - 3,5
≤ 5000
+ 2,0 / - 4,0

+ 3,0 / - 5,0

≤ 6000
+ 2,0 / - 5,0

+ 3,0 / - 6,0


Abbruch

Bei der CNC-Bearbeitung von Sonderformen können, ähnlich wie beim Zuschnitt, bei kleinen Eckwinkeln die Ecken abbrechen. Die Höchstwerte des Abbruchs entnehmen sie der Tabelle.

Abbruch bei CNC-Sonderformen

Winkel

Abbruch mm
≤ 12,5°

15

≤ 20°
9
≤ 35°

6

≤ 45°
4

Abschnitte und Ausschnitte

Für Eckabschnitte > 100 mm x 100 mm gelten die Toleranzen von Sonderformen. Bei Eck- und Randausschnitten müssen die Innenecken ausgerundet sein. Sie werden daher mittels Hilfsbohrungen erstellt. Für diese Hilfsbohrungen gelten die unter 3.5 Bohrungen beschriebenen Anforderungen und Toleranzen. Bei CNC-Bearbeitungen beträgt das Mindestmass innenliegender Radien 15 mm.

Eckabschnitt

Die Toleranzen von Eckabschnitten < 100 mm x 100 mm hängen von der Ausführung der Kanten ab.

Abb. Eckabschnitt

Toleranzen von Eckabschnitten

Kantenausführung

Standardtoleranz mm
Sondertoleranz mm
gesäumt

± 4

-
geschliffen
± 2
± 1,5 (CNC)
poliert (CN)

± 2

± 1,5 (CNC)

Eckausschnitt

Die Toleranzen von Eckausschnitten hängen von der Ausführung der Kanten ab.

Abb. Eckausschnitt

Toleranzen von Eckausschnitten

Kantenausführung

Standardtoleranz mm
Sondertoleranz mm
gesäumt

± 4

-
geschliffen
± 2
± 1,5 (CNC)
poliert (CNC)

± 2

± 1,5 (CNC)

Randausschnitt

Die Toleranzen von Rrandausschnitten hängen von der Ausführung der Kanten ab.

Abb. Randausschnitt

Toleranzen für Randausschnitte

Ausschnittmass
mm

gesäumt
geschliffen oder poliert (CNC)
Standardtoleranz mm
Standardtoleranz mm
Sondertoleranz mm
≤ 500

± 5

± 2

± 1,5

≤ 1000
± 6

± 3

≤ 2000

± 4 (CNC)

± 3

≤ 3400
± 4 (CNC)

± 4

≤ 6000
± 5 (CNC)
-

Bohrungen

Bohrungsdurchmesser

Der Bohrungsdurchmesser Ø darf nicht kleiner als die Nenndicke d sein, d.h. Ø ≥ d. Bohrungen mit Durchmessern Ø > 100 mm erfolgen durch CNC-Bearbeitung. Die Toleranzen der Bohrungsdurchmesser zeigt die folgende Tabelle.

Toleranzen der Bohrungsdurchmesser

Nenndurchmesser ø
mm


Toleranz mm
Ø ≤ 20

± 1

20 < Ø ≤ 100
± 2


Toleranzen der Bohrungsanlage

Die Lage einer Bohrung wird in rechtwinkligen Koordinaten x, y von einem Bezugspunkt aus zur Bohrungsmitte angegeben. Der Bezugspunkt ist üblicherweise eine vorhandene Ecke der zugeschnittenen und gegebenenfalls kantenbearbeiteten Scheibe. Die tatsächliche Lage der Bohrung ergibt sich aus dem Nennmass der Koordinaten x, y zuzüglich der Toleranz t nach der untenstehenden Tabelle.

Abb. Bohrungslage

Toleranz t der Bohrungslage

Nennmass x bzw. y

Nenndicke mm
≤ 12
> 12
x bzw. y ≤ 2000

± 2,5

± 3,0
2000 < x bzw. y ≤ 3000
± 3,0
± 4,0
x bzw. y > 3000
± 4,0
± 5,0

Mindestabstände

Der Mindestabstand a des Bohrlochrandes zu einer Kante, zu benachbarten Bohrungen b und zu einer Ecke c hängt von der Nenndicke d, den Abmessungen B und H, dem Bohrungsdurchmesser Ø, der Form der Scheibe und der Anzahl der Bohrungen in der Scheibe ab. Bei maximal vier Bohrungen je Scheibe sind die in Bild 16 gezeigten Mindestabstände a ≥ 2d, b ≥ 2d und c ≥ 6d einzuhalten.

Abb. Mindestabstände in Abhängigkeit der Nenndicke d


Sind die Abstände a1 und a2 des Bohrlochrandes zu den Kanten nach Bild 17 kleiner oder gleich 35 mm, dann muss die Differenz zwischen a1 und a2 mindestens 5 mm betragen. Wenn beide Abstände a1 und a2 grösser als 35 mm sind, dürfen a1 und a2 gleich sein.

Abb. Randabstände a1 und a2


Hinweis: Bei Weiterveredelung zu vetroDur ESG, vetroFloat TVG, vetroSafe VSG und vetroSafe VSG (2x TVG) und Verwendung nach TRLV, TRAV, TRPV oder abZ sind die dort genannten Mindest- und Höchstmasse und Toleranzen massgebend (z.B. Mindestabstand Bohrlochrand zur Glaskante > 80 mm).

Kantenausführung der Bohrungen

Bei Verglasungen nach TRPV müssen die Bohrlochoberflächen glatt und riefenfrei sein. Bei zweiseitiger Bohrung darf der Kantenversatz bis zu 0,5 mm betragen. Die Ränder von Bohrungen sind unter einem Winkel von 45° mit einer Fase von 0,5 bis 1,0 mm (kurze Schenkellänge) auf beiden Seiten der Scheibe zu säumen.
Die Toleranzen der Kantenausführung von Senklöchern sind dem Bild zu entnehmen.

Abb. Senklochtoleranzen (ø = Durchmesser)

vetroDur (ESG) Einscheiben-Sicherheitsglas

Für das Veredelungsprodukt vetroDur ESG gelten folgende Normen:
  • DIN EN 12150-1 (2000-11) Glas im Bauwesen – Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas – Teil 1: Definition und Beschreibung
  • DIN EN 12150-2 (2005-01) Glas im Bauwesen – Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas – Teil 2: Konformitätsbewertung/ Produktnorm
vetroDur ESG kann nach der Fertigung nicht mehr bearbeitet werden. Alle Masse, Lochbohrungen, Ausschnitte und die gewünschte Kantenbearbeitung sind daher bereits bei der Bestellung anzugeben.

Alle Gläser werden grundsätzlich mit mindestens gesäumten Kanten versehen. Diese sind fertigungstechnisch notwendig und werden auch ausgeführt, wenn eine unbearbeitete Kante bestellt wird. Anspruch auf eine optisch einwandfreie Glaskante erhebt diese Bearbeitungsart nicht. Ist nichts Gegenteiliges vermerkt, wird davon ausgegangen, dass die Masse in der Reihenfolge Breite B x Länge H angegeben sind. 

vetroDur ESG wird ausschliesslich im horizontalen Herstellungsverfahren aus vetroFloat hergestellt.

Dickentoleranz

Die tatsächliche Dicke darf, ungeachtet der Geradheit und auf 0,1 mm gerundet, von der Nenndicke nicht mehr abweichen als um die in der Tabelle angegebenen Toleranzen.

Toleranzen der Glasdicke

Nenndicke mm

Toleranz mm
3, 4, 5, 6
± 0,2
8, 10, 12
± 0,3
15
± 0,5
19
± 1

Breiten-, Längen- und Rechtwinkligkeitstoleranz

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander (s. Bild). Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt. Die Toleranz t ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Abb. Toleranzen der Breite, Länge und Rechtwinkligkeit


Toleranz t in Abhängigkeit von Nenndicke und Seitenlänge B bzw. H

Nennmass B bzw. H
mm

Nenndicke mm
≤ 12
> 12
B bzw. H ≤ 2000

± 2,5

± 3,0
2000 < B bzw. H ≤ 3000
± 3,0
± 4,0
B bzw. H > 3000
± 4,0
± 5,0

Bearbeitungstoleranz

Die Bearbeitungstoleranzen von vetroDur ESG entsprechen den Bearbeitungstoleranzen des Basisglases vetroFloat. Bei Verwendung von vetroDur ESG nach TRLV, TRAV oder TRPV sind die dort genannten Mindest-und Höchstmasse und Toleranzen massgebend.

Geradheitstoleranz / Verwerfung

Durch den Prozess des thermischen Vorspannens ist es nicht möglich, ein Produkt mit der Geradheit eines normal gekühlten Glases herzustellen. Die Abweichungen von der Geradheit hängen ab von der Dicke, den Massen und dem Seitenverhältnis der Glasscheibe. Sie machen sich in Form von Verwerfungen bemerkbar, die man in generelle und örtliche Verwerfungen unterteilt.

Die Messung der generellen und örtlichen Verwerfungen von vetroDur ESG ohne Bohrungen bzw. Ausschnitte erfolgt nach DIN EN 12150-1. Die generelle Verwerfung ist an den Kanten und Diagonalen zu messen. Die örtliche Verwerfung ist im Abstand > 25 mm von der Kante zu messen.

Generelle Verwerfung
Die generelle Verwerfung darf 0,3 % der Mess-Strecke, entlang der sie gemessen wird, nicht überschreiten.

Örtliche Verwerfung
Die örtliche Verwerfung darf 0,3 mm bei 300 mm Mess-Strecke nicht überschreiten.

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität von vetroDur ESG erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».

vetroFloat TVG teilvorgespanntes Glas

Für das Veredelungsprodukt vetroFloat TVG teilvorgespanntes Glas gelten folgende Normen und allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen:
  • DIN EN 1863-1 (2000-03) Glas im Bauwesen – Teilvorgespanntes Kalknatronglas – Teil 1: Definition und Beschreibung
  • DIN EN 1863-2 (2005-01) Glas im Bauwesen – Teilvorgespanntes Kalknatronglas - Teil 2: Konformitätsbewertung/Produktnorm
  • Z-70.4-77, Z-70.4-132
Teilvorgespanntes Glas kann nach der Fertigung nicht mehr bearbeitet werden. Alle Masse, Lochbohrungen, Ausschnitte und die gewünschte Kantenbearbeitung sind daher bereits bei der Bestellung anzugeben.

Alle Gläser werden grundsätzlich mit mindestens gesäumten Kanten versehen. Diese sind fertigungstechnisch notwendig und werden auch ausgeführt, wenn eine unbearbeitete Kante bestellt wird. Anspruch auf eine optisch einwandfreie Glaskante erhebt diese Bearbeitungsart nicht. Ist nichts Gegenteiliges vermerkt, wird davon ausgegangen, dass die
Masse in der Reihenfolge Breite B x Länge H angegeben sind.

Es wird nur teilvorgespanntes Glas, das im horizontalen Herstellungsverfahren aus vetroFloat Floatglas hergestellt wird, berücksichtigt.

Dickentoleranz

Die tatsächliche Dicke darf, ungeachtet der Geradheit und auf 0,1 mm gerundet, von der Nenndicke nicht mehr abweichen als um die in der Tabelle angegebenen Toleranzen.

Toleranzen der Glasdicke

Nenndicke mm

Toleranz mm
3, 4, 5, 6
± 0,2
8, 10, 12
± 0,3

Breiten-, Längen- und Rechtwinkligkeitstoleranz

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander (s. Bild). Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt. Die Toleranz t ist der Tabelle zu entnehmen.

Abb. Toleranzen der Breite, Länge und Rechtwinkligkeit


Toleranz t in Abhängigkeit von Nenndicke und Seitenlänge B bzw. H

Nennmass B bzw. H
mm

Nenndicke mm
≤ 8
> 8
B bzw. H ≤ 2000

± 2,0

± 3,0
2000 < B bzw. H ≤ 3000
± 3,0
± 4,0
B bzw. H > 3000
± 4,0
± 5,0

Bearbeitungstoleranz

Die Bearbeitungstoleranzen von teilvorgespanntem Glas entsprechen den Bearbeitungstoleranzen des Basisglases vetroFloat. Bei Verwendung von vetroFloat TVG nach DIN 18008 oder TRLV, TRAV, TRPV oder AbZ sind die dort genannten Mindest- und Höchstmaße und Toleranzen massgebend. Abweichend davon ist zwischen zwei Bohrungsrändern ein Abstand von mindestens 250 mm einzuhalten.

Geradheitstoleranz / Verwerfung / visuelle Qualität

Durch das Teilvorspannverfahren ist es nicht möglich, ein Produkt mit der Geradheit eines normal gekühlten Glases herzustellen. Die Abweichungen von der Geradheit hängen ab von der Dicke, den Massen und dem Seitenverhältnis der Glasscheibe. Sie machen sich in Form von Verwerfungen bemerkbar, die man in generelle Verwerfungen, Roller Waves und Kantenunebenheiten unterteilt.

Die Messung der generellen Verwerfungen, Roller Waves und Kantenunebenheiten von teilvorgespanntem Glas ohne Bohrungen bzw. Ausschnitte erfolgt nach DIN EN 1863-1.

Generelle Verwerfung
Die generelle Verwerfung ist an den Kanten und den Diagonalen zu messen. Sie darf 0,3 % der MessStrecke, entlang der sie gemessen wird, nicht überschreiten.

Roller Waves
Die Verwerfung durch Roller Waves ist im Abstand > 25 mm von der Kante zu messen. Sie darf 0,3 mm bei 300 bis 400 mm Mess-Strecke nicht überschreiten.

Kantenunebenheiten
Kantenunebenheiten sind im Abstand von 50 bis 100 mm von der Kante zu messen. Sie dürfen den Maximalwert von 0.5 mm bei 3mm, 0.4 mm bei 4 + 5mm und 0.3 mm bei 6, 8, 10 + 12 mm Glas nicht übersteigen.

Visuelle Qualität
Die Beurteilung der visuellen Qualität von TVG erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».

vetroSafe VSG Verbund-Sicherheitsglas

Für das Veredelungsprodukt vetroSafe VSG gelten die folgenden Normen:
  • DIN EN ISO 12543-1 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 1: Definition und Beschreibung von Bestandteilen
  • DIN EN ISO 12543-2 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 2: Verbund-Sicherheitsglas
  • DIN EN ISO 12543-5 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 5: Masse und Kantenbearbeitung
  • DIN EN 14449 (2005-07) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbundsicherheitsglas – Konformitätsbewertung/Produktnorm
vetroSafe VSG besteht aus zwei oder mehr, im Regelfall gleich dicken Glasscheiben aus vetroFloat, die mittels einer oder mehrerer Folien aus Polyvinyl-Butyral (PVB) zusammen laminiert sind.

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass die Masse in der Reihenfolge Breite B x Länge H angegeben sind.

Nenndicke

Die Nenndicke ist die Summe aus den Nenndicken der einzelnen Glasscheiben und den Nenndicken der PVB-Folien. Die Nenndicken handelsüblicher PVB-Folien betragen 0,38 mm, 0,50 mm, 0,76 mm, 1,14 mm, 1,52 mm und 2,28 mm.

Dickentoleranz

Die tatsächliche Dicke darf, auf 0,1 mm gerundet, von der Nenndicke nicht mehr abweichen als um die nach DIN EN ISO 12543-5 Abschnitt 4.1.2.1 und 4.1.2.4 berechnete Dickentoleranz (Grenzabmass).

Breiten-, Längen- und Rechtwinkligkeitstoleranz

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Plus-Toleranz +t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Minus-Toleranz -t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander (Bild 21). Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt. Die Plus- und Minus-Toleranzen +t und -t sind der Tabelle zu entnehmen. Jeder Versatz d muss in diesen Toleranzen enthalten sein (vgl. Bild).

Abb. Toleranzen der Breite, Länge und Rechtwinkligkeit

Plus- und Minus-Toleranzen +t und -t in Abhängigkeit von Nenndicke und Seitenlänge B oder H

Nennmass B bzw. H mm

Nenndicke ≤ 8 mm

Nenndicke > 8 mm

Nenndicke aller
Glasscheiben
< 10 mm
Nenndicke einer
Glasscheibe
 ≥ 10 mm
< 1100
+ 2,0 / - 2,0

+ 2,5 / - 2,0

+ 3,5 / - 2,5

< 1500
+ 3,0 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,0+ 4,5 / - 3,0
< 2000
+ 5,0 / - 3,5
< 2500
+ 4,5 / - 2,5
+ 5,0 / - 3,0
+ 6,0 / - 4,0
≥ 2500
+ 5,0 / - 3,0
+ 5,5 / - 3,5

+ 6,5 / - 4,5

Versatz

Der Versatz d einer VSG-Kante ist gemäss Bild die Differenz zwischen den am weitesten zurück- und vorspringenden Kanten der einzelnen Glasscheiben bzw. PVB-Folien. Der höchstzulässige Versatz ist der Tabelle zu entnehmen. Die Breite B und die Länge H müssen getrennt betrachtet werden.

Abb. Versatz


Zulässiger Versatz

Nennmass B bzw. H mm

Zulässiger Versatz d mm
B bzw. H ≤ 1000
2,0
1000 < B bzw. H ≤ 2000
3,0
2000 < B bzw. H ≤ 4000
4,0
B bzw. H > 4000
6,0

Bearbeitungstoleranz

Die Bearbeitungstoleranzen von vetroSafe VSG Verbund- Sicherheitsglas entsprechen den Bearbeitungstoleranzen des Basisglases vetroFloat. Bei Verwendung von vetroSafe VSG nach TRLV, TRAV oder TRPV sind die dort genannten Mindest- und Höchstmasse und Toleranzen massgebend. Darüber hinaus ist der Bohrungsversatz auf + 2,0 mm zu begrenzen.

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität von vetroSafe VSG erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».

vetroSafe VSG (2x TVG) Verbund-Sicherheitsglas aus vetroFloat TVG

Für das Veredelungsprodukt vetroSafe VSG (2x TVG) Verbund- Sicherheitsglas (VSG) gelten folgende Normen und allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen:
  • DIN EN ISO 12543-1 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 1: Definition und Beschreibung von Bestandteilen
  • DIN EN ISO 12543-2 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 2: Verbund-Sicherheitsglas
  • DIN EN ISO 12543-5 (1999-12) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas – Teil 5: Masse und Kantenbearbeitung
  • DIN EN 14449 (2005-07) Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbundsicherheitsglas – Konformitätsbewertung/Produktnorm
  • Z-70.4-77, Z-70.4-132
vetroSafe VSG (2x TVG) Verbund-Sicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr, im Regelfall gleich dicken Glasscheiben aus vetroFloat TVG, die mittels einer oder mehrerer Folien aus Polyvinyl-Butyral (PVB) zusammen laminiert sind.
Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass die Masse in der Reihenfolge Breite B x Länge H angegeben sind.

Nenndicke

Die Nenndicke ist die Summe aus den Nenndicken der einzelnen Glasscheiben und den Nenndicken der PVB-Folien. Die Nenndicken handelsüblicher PVB-Folien betragen 0,38 mm, 0,50 mm, 0,76 mm, 1,14 mm, 1,52 mm und 2,28 mm.

Dickentoleranz

Die tatsächliche Dicke darf, auf 0,1 mm gerundet, von der Nenndicke nicht mehr abweichen als um die nach DIN EN ISO 12543-5 Abschnitt 4.1.2.1 und 4.1.2.4  berechnete Dickentoleranz (Grenzabmass).

Breiten-, Längen- und Rechtwinkligkeitstoleranz

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Plus-Toleranz +t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Minus-Toleranz -t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander (s. Bild). Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt. Die Plus- und Minus-Toleranzen +t und -t sind Tabelle 20 zu entnehmen. Jeder Versatz d muss in diesen Toleranzen enthalten sein (vgl. Bild).

Abb. Toleranzen der Breite, Länge und Rechtwinkligkeit


Plus- und Minus-Toleranzen +t und -t in Abhängigkeit von Nenndicke und Seitenlänge B oder H

Nennmass B bzw. H mm

Nenndicke ≤ 8 mm

Nenndicke > 8 mm

Nenndicke aller
Glasscheiben
< 10 mm
Nenndicke einer
Glasscheibe
 ≥ 10 mm
< 1100
+ 2,0 / - 2,0

+ 2,5 / - 2,0

+ 3,5 / - 2,5

< 1500
+ 3,0 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,0+ 4,5 / - 3,0
< 2000
+ 5,0 / - 3,5
< 2500
+ 4,5 / - 2,5
+ 5,0 / - 3,0
+ 6,0 / - 4,0
≥ 2500
+ 5,0 / - 3,0
+ 5,5 / - 3,5

+ 6,5 / - 4,5

Versatz

Der Versatz d einer VSG-Kante ist gemäss Bild die Differenz zwischen den am weitesten zurück- und vorspringenden Kanten der einzelnen Glasscheiben bzw. PVB-Folien. Der höchstzulässige Versatz ist der Tabelle zu entnehmen. Die Breite B und die Länge H müssen getrennt betrachtet werden.

Abb. Versatz


Zulässiger Versatz

Nennmass B bzw. H mm

Zulässiger Versatz d mm
B bzw. H ≤ 1000
2,0
1000 < B bzw. H ≤ 2000
3,0
2000 < B bzw. H ≤ 4000
4,0
B bzw. H > 4000
6,0


Bearbeitungstoleranz

Die Bearbeitungstoleranzen von vetroSafe VSG (2x TVG) Verbund-Sicherheitsglas entsprechen den Bearbeitungstoleranzen von vetroFloat TVG. Bei Verwendung von vetroSafe VSG (2x TVG) nach TRLV, TRAV oder TRPV sind die dort genannten Mindest- und Höchstmasse und Toleranzen massgebend. Abweichend davon ist zwischen zwei Bohrungsrändern ein Abstand von mindestens 250 mm einzuhalten. Darüber hinaus ist der Bohrungsversatz auf ± 2,0 mm zu begrenzen.

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität von vetroSafe VSG (2x TVG) Verbund-Sicherheitsglas erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».

Isolierglas

Für Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) gelten die Normen:
  • DIN EN 1279-1 (2004-08) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 1: Allgemeines, Masstoleranzen und Vorschriften für die Systembeschreibung
  • DIN EN 1279-2 (2003-06) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 2: Langzeitprüfverfahren und Anforderungen bezüglich Feuchtigkeitsaufnahme
  • DIN EN 1279-2 Berichtigung 1 (2004-04)
  • DIN EN 1279-3 (2003-05) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 3: Langzeitprüfverfahren und Anforderungen bezüglich Gasverlustrate und Grenzabweichungen für die Gaskonzentration
  • DIN EN 1279-4 (2002-10) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 4: Verfahren zur Prüfung der physikalischen Eigenschaften des Randverbundes
  • DIN EN 1279-5 (2009-02) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 5: Konformitätsbewertung
  • DIN EN 1279-6 (2002-10) Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas – Teil 6: Werkseigene Produktionskontrolle und Auditprüfungen
Mehrscheiben-Isolierglas ist eine Einheit aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch einen oder mehrere Abstandhalter getrennt und im Randbereich hermetisch versiegelt sind. Randverbund-Querschnitt, -Materialien und -Komponenten entsprechen der Systembeschreibung. Glasarten sind vetroFloat, vetroDur ESG, vetroFloat TVG, vetroSafe VSG und vetroSafe VSG (2x TVG).

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass die Masse in der Reihenfolge Breite B x Länge H angegeben sind.

Nenndicke

Die Nenndicke ist die Summe aus den Nenndicken der einzelnen Glasscheiben und den angegebenen Scheibenzwischenräumen SZR. Typische SZR-Masse sind 6, 8, 10, 12, 14, 15, 16 ,18 und 20 mm.

Dickentoleranz im Randbereich von 2-fach Isolierglas

Die Dicke muss an jeder Ecke und in der Nähe der Mittelpunkte der Kanten zwischen den äusseren Glasoberflächen auf 0,1 mm bestimmt werden. Die Messwerte dürfen von der Nenndicke um nicht mehr als die in der Tabelle angegebenen Dickentoleranzen abweichen.


Dickentoleranz im Randbereich von 2-fach Isolierglas

Lfd. Nr.

Glasscheibe 1
Glasscheibe 2
Dickentoleranz im Randbereich mm
1
vetroFloat
vetroFloat
± 1,0
vetroFloat ≤ 4 mm
vetroSafe ≤ 8 mm
vetroFloat 6 mm
vetroSafe 6 mm
2
Sonstige Fälle *)
± 1,5
*) Kombinationen von vetroFloat mit vetroDur ESG, vetroFloat TVG und vetroSafe VSG, bestehend aus typischerweise zwei Floatscheiben (maximale Dicke jeweils 12 mm)

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qulität von MIG erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006  «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau». 

Dickentoleranz im Randbereich von 3-fach Isolierglas

In Anlehnung an das in EN 1279-1 Abschnitt 5.3.3 vorgegebene Verfahren, nach dem die Toleranzen jedes einzelnen Gebildes aus Glas/SZR/Glas nach der Tabelle u ermitteln und hieraus die Wurzel der Summe der Quadrate zu bilden sind, sind die Dickentoleranzen im Randbereich von 3-fach Isolierglas in der Tabelle aufgeführt.

Dickentoleranzen im Randbereich von 3-fach Isolierglas

3-fach Isolierglas, bestehend aus Kombinationen der vorhergehenden Tabelle
laufende Nummern (Lfd. Nr.)

Dickentoleranz im Randbereich mm
1 und 1
± 1,4
1 und 2
± 1,8
2 und 2
+ 2,8 / - 1,4

Breiten-, Längen und Rechtwinkligkeitstoleranz

Eine Rechteckscheibe mit den Nennmassen Breite B und Länge H muss entsprechend der unteren Abbildung in ein äusseres Toleranzrechteck passen, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t vergrössert wurde, und ein inneres Toleranzrechteck umschreiben, das, von den Nennmassen ausgehend, um die Toleranz t verkleinert wurde. Beide Toleranzrechtecke haben den selben Flächenschwerpunkt, ihre Seiten sind parallel zueinander. Die Toleranzen der Diagonalen und der Rechtwinkligkeit sind ebenfalls durch die beiden Toleranzrechtecke festgelegt.

Abb. Toleranzrechtecke von MIG

Grössentoleranzen

Die Toleranz t ist der Grösstwert der Toleranzen der im MIG verbauten Einzelscheiben nach den Tabellen 3, 15, 17, 18 und/oder 20. In den folgenden Tabellen sind die Toleranzen für 2- und 3-fach Isolierglas-Kombinationen zusammengestellt.

Toleranz t bei 2-fach Isolierglas aus ausschliesslich vetroFloat

Nennmass B bzw. H in mm

Einzelglas-Nenndicke in mm

≤ 6
8, 10, 12
15
19
< 1500
± 1
± 1,5
± 2
± 2,5
≤ 3000
± 1,5
± 2
± 2,5
± 3
> 3000
± 2
± 2,5
± 3
± 3,5

Toleranz t bei 2-fach Isolierglas aus vetroFloat und vetroSafe VSG oder vetroSafe VSG (2x TVG) (oder nur aus vetroSafe oder vetroSafe (2x TVG))

Nennmass B bzw. H in mm

Einzelglas-Nenndicke
< 8 mm
> 8mm

Jede Glasscheibe < 10 mm Nenndicke
mind. eine Glasscheibe ≥ 10 mm Nenndicke
< 1100
+ 2,0 / - 2,0
+ 2,5 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,5
< 1500
+ 3,0 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,0
+ 4,5 / - 3,0
< 2000
+ 3,0 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,0
+ 5,0 / - 3,5
< 2500
+ 4,5 / - 2,5
+ 5,0 / - 3,0
+ 6,0 / - 4,0
> 2500
+ 5,0 / - 3,0
+ 5,5 / - 3,5
+ 6,5 / - 4,5


Toleranz t bei 2-fach Isolierglas aus vetroFloat und vetroDur ESG oder vetroFloat TVG (oder nur aus vetroFloat TVG)

Nennmass B bzw. H in mm

Einzelglas-Nenndicke in mm
≤ 12 mm
> 12 mm
< 2000
± 2,5
± 3,0
≤ 3000
± 3,0
± 4,0
> 3000
± 4,0
± 5,0

Toleranz t bei 3-fach Isolierglas aus jeweils einer Scheibe vetroFloat, vetroDur ESG oder vetroFloat TVG und vetroSafe VSG oder vetroSafe VSG (2x TVG)

Nennmass B bzw. H in mm

Einzelglas-Nenndicke
≤ 8
> 8mm
Jede Glasscheibe < 10 mm
mind. eine Glasscheibe ≤ 12 mm
mind. eine Glasscheibe > 12 mm
< 1100
+ 2,0 / - 2,0
+ 2,5 / - 2,0
+ 3,5 / - 2,5
+ 3,5 / -3,0
< 1500
+ 3,0 / - 2,0
+ 2,5 / - 2,0
+ 4,5 / - 3,0
+ 4,5 / - 3,0
< 2000
+ 3,0 / - 2,5
+ 3,5 / - 2,5
+ 5,0 / - 3,5
+ 5,0 / - 3,5
< 2500
+ 4,5 / - 2,5
+ 5,0 / - 3,0
+ 6,0 / - 4,0
+ 6,0 / - 4,0
≤ 3000
+ 4,5 / -3,0
+ 5,0 / -3,0
+ 6,5 / - 4,5
+ 6,0 / - 4,0 
> 3000
+ 5,0 / - 4,0
+ 6,0 / - 4,0
+ 6,5 / - 4,5
+ 7,0 / - 5,0

Bei der Verwendung von vetroSafe VSG oder vetroSafe VSG (2x TVG) ist darüber hinaus der Versatz zu beachten.

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität von MIG erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».

Gebogenes Glas

Die nachfolgend genannten Toleranzen gelten für zylindrisch gebogenes Glas. Die Toleranzen der Tabelle sind für eine maximale Kantenlänge von 4000 mm und einen maximalen Biegewinkel von 90° festgelegt.

Bei darüber hinausgehenden Abmessungen ist mit dem Hersteller Rücksprache zu halten. Die angegebenen Toleranzen sind für alle Kantenbearbeitungen anzuwenden. Die Qualität der Kantenbearbeitung ist mindestens gesäumt. Alle anderen Kantenbearbeitungen sind vor Auftragsvergabe schriftlich zu vereinbaren.

Für Sonderanwendungen, z. B. im Schiffsbau als Yachtglas oder im Möbelbau, sind die Toleranzen mit dem Hersteller zu vereinbaren.

Alle angegebenen Toleranzen beziehen sich auf die Glaskanten.


Glasdicke (T)
Floatglas
ESG
VG / VSG *
2-fach Isolierglas

Abwicklung (A) / Höhe (L) ≤ 2000 mm
≤ 12 mm+ / - 2
+ / - 2
+ / - 2
+ / - 2
mm
Abwicklung (A) / Höhe (L) ≤ 2000 mm
> 12 mm
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3

+ / - 3

mm
Abwicklung (A) / Höhe (L) > 2000 mm
≤ 12 mm
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
mm
Abwicklung (A) / Höhe (L) > 2000 mm
> 12 mm
+ / - 4
+ / - 4
+ / - 4
+ / - 4
mm
Konturtreue (PC) **
-
+ / -3 mm / m Absolutwert: min. 2mm, max. 4mm
+ / -3 mm / m Absolutwert: min. 2mm, max. 5mm

Geradheit der Höhenkante (RB)
≤ 12 mm
+ / - 2
+ / - 2
+ / - 2
+ / - 2
mm je lfm.
Geradheit der Höhenkante (RB)
> 12 mm
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
mm je lfm.
Verwindung (V) ***
-
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
+ / - 3
mm je lfm.
Kantenversatz (d) **** ≤ 5 m2
-
-
-
+ / - 2
+ / - 3
mm
Kantenversatz (d) **** > 5 m2
-
-
-
+ / - 3
+ / - 4
mm
Lage der Lochbohrung
-
-
EN 12150
EN 12150
-
mm
Glasdickentoleranz
-
EN 572
EN 572
-
-
mm
* Bei VG / VSG ist die Glasdicke die Summe der Einzelglasdicken ohne Zwischenlage.
** Bei gebogenem Glas ist stets mit tangentialen Übergängen sowie Aufwölbungen der Abwicklungskanten zu rechnen.
*** Bezogen auf die längsten Kanten der Verglasungseinheit.
**** Bezogen auf die Höhen- und Abwicklungskante; die Angabe ist für alle Kantenbearbeitungen gültig; der Versatz für Lochbohrungen bei VG und VSG richtet sich nach dieser Toleranz.

Visuelle Qualität

Die Beurteilung der visuellen Qualität von Bogenglas erfolgt nach der SIGAB Richtlinie 006 «Visuelle Beurteilung von Glas am Bau».