vetroFloat TVG

Teilvorgespanntes Glas, kurz TVG, wird wie das vollvorgespannte Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) einem thermischen Vorspannprozess unterzogen. Der Abkühlvorgang vollzieht sich jedoch langsamer. Dadurch kommt es zu geringeren Spannungsunterschieden im Glas zwischen dem Kern und den Oberflächen. Die Biegefestigkeit liegt zwischen der von Floatglas und Einscheiben-Sicherheitsglas. Im Bruchfall entstehen Risse, die radial vom Bruchzentrum zu den Scheibenrändern verlaufen, ähnlich wie beim Bruch von Floatglas. In der Praxis wird TVG fast ausschliesslich für die Verbund-Sicherheitsglas-Herstellung verwendet. Durch die grossformatigen Bruchstücke weist VSG aus TVG eine hohe Resttragfähigkeit auf. Deshalb wird VSG aus TVG hauptsächlich für Überkopfverglasungen und absturzsichernde Verglasungen verwendet. Zudem wird teilvorgespanntes Glas überall dort eingesetzt, wo erhöhte Temperaturbelastungen auftreten, wie z.B. bei bedruckten Gläsern als VSG Ausführung, hinterlüftete Glasfassaden in Bereichen, wo keine Glaskrümmelbildung im Bruchfall erwünscht wird. Im Falle von Glasbruch verhindert der Einsatz von VSG aus TVG das Glas-Bruchstücke aus dem Rahmen herunterfallen.

vetroFloat TVG erfüllt trotz der erhöhten Temperaturwechselbeständigkeit und Biegezugspannung gegenüber Floatglas nicht die Kriterien eines vetroDur (ESG) Glases.

vetroFloat TVG ist nach SIA 331.201 (SN EN 1863-1) geregelt. vetroFloat TVG hat eine Bruchstruktur, die radial zum Rand verläuft.

Glaskanten können durch harte Gegenstände beschädigt werden, insbesondere bei ESG und TVG Gläsern kann dies zum Bruch führen. Es empfiehlt sich bei ESG und TVG Gläsern, die Glaskanten durch geeignete Massnahmen zu schützen (siehe Merkblatt bfu Glas am Bau).

Technische Werte siehe vetroDur (ESG).