vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr, im Regelfall gleich dicken, vetroFloat Glasscheiben, die mittels einer oder mehrerer Kunststoff-Folien, unter Anwendung eines speziellen Verfahrens, fest miteinander verklebt sind. Im Falle eines Bruches haften die Bruchstücke auf der Folie. Dadurch bietet vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas als Umwehrung oder Überkopfverglasung die üblichen Sicherheitseigenschaften zum Personenschutz.
vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas kann alternativ mit Farbgläsern vetroFloat Bronze, Grau oder Grün oder mit Weissglas (vetroFloat OW) kombiniert werden. Die Kombination mit der (weissen) Mattfolie ermöglicht einen Sichtschutz bei gleichzeitiger diffuser Lichteinstrahlung.
Anwendungshinweise
vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas wird im Standardfall mit unbearbeiteter (Schnitt-) Glaskante geliefert. Soll vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas mit teilweise freien Glaskanten eingebaut werden, empfehlen wir eine Kantenbearbeitung. (z.B. polierte Kanten).
Im Falle der freien Bewitterung der Glaskante einer vetroSafe Verbund-Sicherheitsglasscheibe kann am Glasrand stellenweise eine Eintrübung sichtbar werden, die jedoch keinen Einfluss auf die Sicherheitseigenschaften des Glases hat. Somit ist darauf zu achten, dass die Glaskante frei von andauernder Nässe bleibt. Hohe Feuchtegehalte, kombiniert mit hoher Temperatur haben einen wesentlichen Einfluss auf den Randbereich von VSG-Scheiben. Hierbei kommt es zu Eindringen von Feuchtigkeit über die hygroskopische PVB-Folie (langzeitlicher Prozess).
Die vorgenannten rein optischen Beeinträchtigungen stellen keinen Mangel des Produktes dar und werden nicht als Reklamationsgrund anerkannt.
Zur Vermeidung der optischen Beeinträchtigungen ist sorgfältig darauf zu achten, dass die Glaskante frei von andauernder Nässe bleibt. Dabei ist die Ausführungsart so zu wählen, dass nicht noch zusätzlich Feuchtigkeit gebunden oder durch unverträgliche Materialien wie Dichtstoffe, Lacke, etc. die Kunststofffolie angegriffen wird.
Aufgrund unserer Erfahrung empfehlen wir, die vetroSafe Verbundsicherheitsglas Kante keiner besonderen Behandlung zu unterziehen (Lacke, Silikone, Abdeckstreifen, etc.).
vetroSafe Sonnenschutzglas, welches die Edelmetallschicht zum Verbund hat, muss jedoch in jedem Fall sorgfältig verglast und vor Feuchtigkeitseinfluss am Rand geschützt werden, um eine Korrosion der Beschichtung zu vermeiden.
Temperaturbeständigkeit von PVB Folien
Um eine optimale Haftung der PVB Folie zu gewähren ist eine Dauertemperaturbeanspruchung der Glasoberfläche von über 70°C zu vermeiden. Kurzfristige Oberflächentemperaturen bis 130°C ohne erhöhten Feuchtigkeitseinfluss auf die Glaskante sollten für den Folienverbund und die Haftung keinen negativen Einfluss haben. Dieser Tatsache ist vor allem beim Einsatz von farbigen Gläsern und Folien, bedruckten VSG-Gläsern in der vorgehängten Fassade Rechnung zu tragen.
vetroSafe in Geländerfunktion (Absturzsicherung)
Die Art der Verglasung sowie Befestigungsart bestimmen den Glasaufbau von vetroSafe. Weitere Informationen entnehmen Sie der Dokumentation des SIGaB ‘Sicherheit mit Glas’, Geländer aus Glas.
Technische Werte von vetroSafe (VSG)
Biegezugfestigkeit
Die Werte entsprechen dem verwendeten Halbzug, bei der Berechnung von Glasdicken sind die Regelwerke der Bauordnung zu beachten.
Lichtdurchlässigkeit
Die Lichtdurchlässigkeit entspricht in etwa der einer vetroFloat Glasscheibe. Die Lichtdurchlässigkeit nimmt mit zunehmender Glas- und Foliendicke ab.
Temperaturbeständigkeit
Eine kurzzeitige Erhöhung der Temperatur bis ca. 80 °C und eine Dauertemperaturbelastung bis ca. 60 °C ist zulässig, gemessen an der Zwischenschicht.
Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient
9,0 · 10-6 K-1, d. h. bei einer Temperatursteigerung um 50 °C dehnt sich vetroSafe ca. 0,5 mm/m aus.
Wärmedurchgangszahl (U-Wert)
Der U-Wert von vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas entspricht dem einer homogenen Scheibe gleicher Dicke.
Masse
2,5 kg/m2 je mm Glasdicke.
Standartisierte Schalldämmwerte und Spektrumanpassungswerte nach EN 12758
| 6mm vetroSafe (VSG) | 32 dB Rw | -1 C | -3 Ctr |
| 8mm vetroSafe (VSG) | 33 dB Rw | -1 C | -3 Ctr |
| 10mm vetroSafe (VSG) | 34 dB Rw | -1 C | -3 Ctr |
UV-Transmission nach DIN EN 410
(Quelle: Angaben der Hersteller der PVB-Folien)
Die Sonnenstrahlung enthält unter anderem ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung von 200 nm bis 380 nm), die sich in UVA- (380 nm bis 315 nm), UVB- (315 nm bis 280 nm) und UVC-Strahlung (280 nm bis 200 nm) unterteilt. Während die UVC-Strahlung die Erdoberfläche nicht erreicht und vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas die UVB-Strahlung absorbiert, wird für verschiedene Anwendungen auch eine Filterung der UVA-Strahlung vom Glas erwartet.
Die Strahlungsdurchlässigkeit im UVA-Bereich beginnt beim vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas bei ca. 360 nm. Insgesamt kann beim vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas eine UV-Transmission von ca. 4%* mit 0,38 mm Folie und ca. 2%* mit 0,76 mm Folie angenommen werden.
*) Bei den Angaben zur UV-Transmission handelt es sich nicht um zugesicherte Eigenschaften, sondern lediglich um eine ergänzende Information. Die Werte der UV-Transmission ergeben sich aus den Eigenschaften der PVB-Folien im vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas. Aus diesem Grund beziehen sich o.g. Werte immer auf Angaben der Hersteller der PVB-Folien, die für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich zeichnen.
Die zuvor genannten Werte gelten für den Neuzustand unserer Produkte. Bei der Anwendung der Verglasung muss die Einflussmöglichkeit weiterer Strahlungsquellen auf das zu schützende Objekt, etwa das natürliche oder künstliche Licht, mit einbezogen werden.
Eigenfarbe
Mit der Dicke der Verbundglaseinheit nimmt die Eigenfarbe in Form eines Grün-/Gelbstiches materialbedingt zu.
vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas mit Mattfolie
Licht- und energietechnische ca.-Werte nach DIN EN 67507/EN 410 von 8 mm dickem vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas mit einer Mattfolie Typ 654 UF im Glasverbund.
| Lichtdurchlässigkeit (%) | Energietransmission (%) | Gesamtenergiedurchlass (%) | Lichtreflexion (%) | Ug-Wert (%) |
|---|---|---|---|---|
| 64 | 56 | 65 | 9 | 5,5 |
Die pigmentierte Mattfolie weist chargenabhängig Schwankungen der Lichtdurchlässigkeit auf. Dadurch sind insbesondere bei Nachbestellungen und unmittelbarem Vergleich leichte Hell-Dunkel-Unterschiede möglich.
Lieferprogramm und Glasdicken (mm) für vetroSafe Verbundsicherheitsglas 2-scheibig
| 2 x vetroFloat (Elementdicke | 4 | 5 | 6 | 8 | 10 | 12 | 16 | 20 | 24 | 31 | 39 |
| vetroFloat Bronze2 | - | - | 6 | 8 | 10 | 12 | 16 | 20 | 24 | - | - |
| vetroFloat Grau2 | - | - | 6 | 8 | 10 | 12 | 16 | 20 | 24 | - | - |
| vetroFloat Grün2 | - | - | 6 | 8 | 10 | 12 | 16 | 20 | - | - | - |
| vetroFloat, Drahtspiegelglas | (max. Abm. von DSG 185 x 320 cm) | 12 | 16 | 20 | - | - | - | ||||
| vetroFloat, Ornament 504 | - | - | - | 8 | (max. Abm. von Ornament 504 150 x 210 cm) | ||||||
| Mattfolie 654 UF | 4 | 5 | 6 | 8 | 10 | 12 | 16 | 20 | 24 | 31 | 39 |
| Stahlfaden (30mm Abstand)1 | - | - | 6 | 8 | - | - | - | - | - | - | - |
| max. Abmessungen in cm x cm | 80 x 160 | 120 x 216 | 321 x 600 | 280 x 600 | |||||||
| Dickentoleranz in mm | +/- 0.4 | +/- 0.4 | +/- 0.4 | +/- 0.4 | +/- 0.4 | +/- 0.4 | +/- 0.6 | +/- 0.6 | +/- 0.6 | +/- 1.0 | |
1) max. Abmessung 225 x 321 cm
2) Anstelle eines farbigen vetroFloat 8mm könnte auch ein VSG 44.2 mit normalem Float und den zu bestimmenden Farbfolien produziert werden.
maximales Gewicht pro Element: auf Anfrage
maximales Gewicht pro Element: auf Anfrage
Die aufgeführten Glasdicken geben die Gesamtdicken an und basieren auf einer Foliendicke von 0,38 mm.
vetroSafe Verbund-Sicherheitsglas kann auf Wunsch mehrscheibig oder mit mehreren Folienlagen hergestellt werden.
Die angegebenen Maximalabmessungen zeigen die Herstellmöglichkeiten; sie haben nichts zu tun mit den aus der Anwendung und statisch bedingten Maximalgrössen und Gesamtstärken.
Grössentoleranzen
Die Grössentoleranzen entnehmen Sie den untenstehenden Tabellen
bei Schnittkanten und gesäumten Kanten
| Nennmasse Breite bzw. Höhe | bis 8 mm Glasdicke | über 8 mm Glasdicke | mit 1 Einzelscheibe ab 10 mm Dicke |
|---|---|---|---|
| < 1100 mm | + 2,0 / - 2,0 | + 2,5 / - 2,0 | + 3,5 / - 2,5 |
| < 1500 mm | + 3,0 / - 2,0 | + 3,5 / - 2,0 | + 4,5 / - 3,0 |
| < 2000 mm | + 3,0 / - 2,0 | + 3,5 / - 2,0 | + 5,0 / - 3,5 |
| < 2500 mm | + 4,5 / - 2,5 | + 5,0 / - 3,0 | + 6,0 / - 4,0 |
| ≥ 2500 mm | + 5,0 / - 3,0 | + 5,5 / - 3,5 | + 6,5 / - 4,5 |
bei geschliffenen oder polierten Kanten oder Gehrungen
| Nennmasse Breite bzw. Höhe | Verbundglasdicke | ||
| bis 8 mm | bis 35 mm | über 35 mm | |
| bis 50 cm | ± 1.0 mm | + 1,0 / - 3,0 mm | + 1,0 / - 4,0 mm |
| bis 100 cm | + 1,0 / - 2,0 mm | ||
| über 100 cm | + 1,0 / - 3,0 mm | ||
Mit Einzelglasdicke ab 10 mm mindestens +1.0/-3.0 mm
Max. Seitenverhältnis: 1 : 10
Min. Abmessungen: 16 cm x 16 cm
Max. Gewicht je Einheit: 750 kg
Gehrungsschliff: > 45°
Weitere Toleranzen
Aus fertigungstechnischen Gründen können sich die Einzelscheiben bei Gläsern mit Schnitt- oder gesäumten Kanten gegeneinander verschieben. Diese Verschiebungstoleranz liegt innerhalb der Abweichung der Tabelle. Bei dickeren Zwischenschichten (ab ca. 1,52 mm) Toleranzangaben auf Anfrage.
Sichtkanten sind bei Bestellung vorzugeben, um eine bestmögliche Kantenqualität zu erreichen. Die produktionsbedingte Abstellkante sowie Folienreste im Saumbereich bleiben jedoch erkennbar. Ist keine Sichtkante vorgegeben, sind Folienrückstände an der Kante erlaubt.
Kantenbeschaffenheit gemäss DIN 1249
| Schnittkante (KG) | ![]() |
| gesäumt (KGS) | ![]() |
| feingeschliffen / rodiert (KGN) | ![]() |
| poliert KPO) | ![]() |
Gehrungskante (GK) gesäumt Das Bestellmass beinhaltet den Saum der Gehrungskante (α > 45°) | ![]() |
Beispiel einer Bestellskizze. Das Bestellmass ist immer grösste Glasbreite und grösste Glashöhe! | ![]() |
Kantenbearbeitungsmöglichkeiten
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Kanten gebrochen | Kanten gesäumt |
![]() | ![]() |
| Kanten rodiert | Kanten poliert |
![]() | ![]() |
| Kanten handpoliert | Kanten handpoliert |
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| Gehrung | Facette |
Bei VSG-Elementen aus zwei oder mehreren Gläsern, können die Glaskanten als Einzelscheibe vor dem Laminierprozess oder als Verbundpaket nachträglich bearbeitet werden.
Bei ESG oder TVG-Gläsern ist keine nachträgliche Egalisierung des Kantenversatzes möglich. Bei Kombinationen aus vorgespannten Gläsern ist eine Nachbearbeitung nicht zulässig.













