PRODUKTINFORMATION PI 041
vetroTherm 1.1 View 2-fach und 3-fach Isolierglas (Antireflexionsglas) Handhabungs- und Verarbeitungsrichtlinien
1. Produktbeschreibung
vetroTherm 1.1 View besteht aus offline beschichteten Antireflexionsgläsern auf Basis von Weissglas (OW) und ist in Float und VSG Qualität als 2-fach und 3-fach Wärmedämm-Isolierglas erhältlich. Die Antireflexions-beschichtungen reduzieren störende Reflexionen und erhöhen die Lichttransmission.
2. Produktpalette
vetroTherm 1.1 View ist in den untenstehenden Aufbauten erhältlich.
vetroTherm 1.1 View 2-fach Isolierglas
vetroTherm 1.1 View 2-fach Isolierglas aus:
Aussen vetroView OW 6mm beidseitig
SZR nach Wahl inkl. Argon
Innen vetroSafe Low-E 1.1 OW View 55.2
vetroTherm 1.1 View 2-fach Isolierglas aus:
Aussen vetroSafe Low-E 1.1 OW View 55.2
SZR nach Wahl inkl. Argon
Innen vetroSafe Low-E 1.1 OW View 55.2
vetroTherm 1.1 View Trio 3-fach Isolierglas
vetroTherm 1.1 View 3-fach Isolierglas aus:
Aussen vetroSafe Low-E 1.1 OW View 55.2
SZR nach Wahl inkl. Argon
Mitte vetroView OW 6mm beidseitig
SZR nach Wahl inkl. Argon
Innen vetroSafe Low-E 1.1 OW View 55.2
3. Lieferung und Lagerung
vetroTherm 1.1 View wird auf Mehrweggestellen angeliefert. Da auch die Positionen 1 und 4 bei 2-fach Iso-lierglas und 1 und 6 bei 3-fach Isolierglas mit der Antireflexionsschicht versehen sind, ist beim Be- und Entla-den auf eine korrekte Handhabung zu achten. vetroTherm 1.1 View muss an einem gut belüfteten Ort gela-gert werden. Allfällige Kondensatbildung muss durch gute Umlüftung der einzelnen Scheiben in nützlicher Zeit entfernt werden (Achtung: nicht Glas auf Glas stapeln). Die vetroTherm 1.1 View Isolierglaseinheiten sind vertikal zu lagern und auf geeignete Auflager zu stellen (z.B. Holz, Styropor oder andere geeignete Materialien).
4. Handhabung
Bei vetroTherm 1.1 View sollte besonders auf die Handhabung geachtet werden. Beim manuellen Umgang mit dem Glas sollten saubere und trockene Handschuhe getragen werden, damit keine Fingerabdrücke auf das Glas gelangen und somit die beschichtete Oberfläche nicht verunreinigt oder verkratzt wird. Die Handschuhe sollten vor dem Gebrauch überprüft und in regelmässigen Abständen ausgetauscht werden. Die beschichtete Oberfläche ist vor jeglichem Kontakt mit harten Materialien zu schützen. Dem Verarbeiter sollte bewusst sein, dass jeder Kontakt mit harten Materialien die beschichtete Oberfläche beschädigen kann. Der Einsatz von Werkzeugen und Hilfsmitteln wie Spateln, Stahlwolle und Rasierklingen sollte vermieden werden, da diese die Glasoberfläche oder die Beschichtung beschädigen können.
Wird vetroTherm 1.1 View mit Vakuumsaugern manipuliert, müssen diese trocken und sauber sein, damit sie keine Abdrücke auf der Beschichtung hinterlassen.
Falls dennoch Flecken auf der Beschichtung zurückbleiben, können diese vorsichtig mit Lösungsmitteln, wie beispielsweise Isopropylalkohol (Isopropanol) oder handelsüblichen Glasreinigungsmitteln, und einem weichen Tuch entfernt werden. Bitte achten Sie bei der Verwendung von Lösungsmitteln auf die Gesundheits- und Sicherheitsanweisungen auf dem Etikett.
5. Erscheinungsbild
Eine Qualitätskontrolle durch den Kunden sollte nach Erhalt der Lieferung durchgeführt werden. Etwaige Mängel sind sofort zu melden. Reklamationen von Mängeln, die nach der Weiterverarbeitung auftreten, kön-nen nicht akzeptiert werden, da es in der Verantwortung des Kunden liegt, vetroTherm 1.1 View nach jedem Verarbeitungsschritt sorgfältig zu begutachten.
Produktionsbedingt können geringe Farbschwankungen auftreten. Innerhalb einer Produktion sind diese je-doch sehr gering. Bei einer visuellen Beurteilung aus 3 m Entfernung ist es akzeptabel, dass einige Flecken oder Streifen durch die Beschichtung erscheinen. Leichte Unterschiede zu benachbarten Scheiben können sichtbar sein.
Generell bezieht sich die Beurteilung auf senkrechten Lichteinfall. Unter einem flacheren Winkel erhöht sich die Reflexionshöhe, zudem ändert sich die Reflexionsfarbe. Dies stellt keinen Reklamationsgrund dar.
6. Erstellung einer Musterfassade
Um das Glas von beiden Seiten auf Durchsicht und Reflexion untersuchen zu können, wird eine Musterfassa-de in Originalgrösse empfohlen. Dazu ist vor Ort eine Musterfassade in Originalgrösse zu erstellen, zu begutachten und zuzulassen, damit der vorgesehene Gebäudeort und die Blickgeometrie noch vor der abschlies-senden Glasauswahl und Aufnahme der Produktion Berücksichtigung finden.
Diese Methode verschafft einen weitaus deutlicheren Eindruck über das endgültige Erscheinungsbild des Gla-ses als es bei der Betrachtung kleinerer Musterscheiben bei Raumbeleuchtung der Fall wäre.
// Quelle: Flachglas (Schweiz) AG // Stand: Februar 2024