PI 044 DE

PRODUKTINFORMATION PI 044

vetroControl

Beschreibung vetroControl Isoliergläser mit innenliegender Beschattung

vetroControl Isoliergläser enthalten individuell einstellbare Sonnenschutz-Elemente im äusseren Scheibenzwischenraum. Wir verbauen ausschliesslich qualitativ und technisch hochstehende Produkte mit geprüften Komponenten.

Die Beschattungselemente werden in unserem Werk sorgfältig in die Isoliergläser eingebaut und einer Funktionsprüfung unterzogen.

Bitte beachten Sie, dass der Randeinstand der vetroControl Isoliergläser von Standard-Isoliergläsern abweicht. Entsprechende Konstruktionszeichnungen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Das vorliegende Merkblatt ist Bestandteil jeder Offerte mit vetroControl-Elementen.

Prüfbedingungen

Die Beurteilung von vetroControl Isoliergläsern richtet sich grundsätzlich nach den Vorgaben der Richtlinie SIGAB 006.

Die Gläser werden von innen, senkrecht zur Oberfläche, betrachtet.

Alle nachstehend beschriebenen Erscheinungen sind auf Eigenschaften der verbauten Komponenten zurückzuführen, welche sich produktionstechnisch nicht vermeiden lassen. Sie stellen deshalb keinen Mangel dar und können nicht beanstandet werden.

Systeme mit verstellbaren Lamellen

Hängenbleiben der Lamellen beim Abfahren

Nach dem Transport und dem Einbau auf der Baustelle können einzelne Lamellen bei den ersten Fahrten aneinander hängen bleiben. Nach den ersten 50 Zyklen müssen sich die Lamellen bei einer manuellen Wendebewegung lösen.

Twist

Abhängig von der Länge der Lamellen muss mit einem leichten Verdrehen der einzelnen Lamellen gerechnet werden.

Schliesswinkel

Der Schliesswinkel kann über die gesamte Höhe des Behangs variieren. Bei einer Betrachtung senkrecht zur Glasoberfläche darf keine Durchsicht möglich sein.

Endlagen

Die elektrisch betriebenen Beschattungskomponenten stellen bei jedem 50. Zyklus selbständig die obere und untere Endlage durch eine Referenzierungsfahrt ein.

Winkligkeit der Behänge

In der unteren Endlage darf die Stellung der Fussschiene max. 15 mm von der Lage des oberen Kopfprofils abweichen.

Horizontaler Lamellenversatz

Durch die Lagerung der einzelnen Lamellen in Leiterkordeln kann es zu einem horizontalen Versatz der einzelnen Lamellen kommen. Zulässig sind folgende Abweichungen:

Scheibenbreite
Lamellenversatz
< 1000 mm
6 mm
< 2000 mm
8 mm
> 2000 mm
10 mm

Leiterkordeln

Die Leiterkordeln können sich konstruktionsbedingt seitwärts verschieben. Die Auffaltung kann unregelmässigsein.

Abrieb auf inneren Glasoberflächen

Ein Kontakt der Aluminium-Lamellen wird durch die seitlichen Führungsschienen im Normalfall verhindert. Die Leiterkordeln, in denen die Lamellen gelagert werden, können die Glasoberflächen beim Heben und Senken leicht streifen. Dadurch ist es möglich, dass sich nach vielen Zyklen ein geringer Abrieb auf den Glasoberflächen bildet. Dieser Abrieb ist unter bestimmten Lichtverhältnissen sichtbar. Technisch lassen sich diese Spuren nicht verhindern.

Abrieb auf Zugschnüren

Die Zugschnüre, die zum Heben und Senken von Lamellenpaketen verwendet werden, laufen durch die Stanzungen der Lamellen und reiben an deren Kanten. Dadurch können sich die hellen Schnüre verfärben und die Oberfläche wird leicht abgerieben. Auf den unteren Aluminiumprofilen und den tieferliegenden Lamellen können sich Fasern dieser Schnüre ablagern.

Durchbiegung des Fussprofils

Bei breiten Elementen kann das Fussprofil leicht durchbiegen.

Systeme mit Rollos

Stoffränder

Die seitlichen Ränder des Stoffrollos können sich einrollen. Kein Mangel liegt vor solange diese Einrollungen innerhalb der Führungsprofile liegen.

Wellen- oder Falten im Stoff

Wellen- oder Faltenbildung im Stoff müssen akzeptiert werden solange sie die Funktion des Rollos nicht einschränken.

Abrieb

Im Bereich der Führungen kann sich der Stoff mit der Zeit abreiben und verschleissen.

Winkligkeit

Die Abweichung zwischen der Lage des Wickelrohrs und des Endstabes darf 15 mm in der unteren Endlage nicht überschreiten.

Systeme mit Plissee

Grundsätzlich gelten für Plissee im Scheibenzwischenraum die gleichen Bedingungen wie für Rollos.

Faltenabstände

Durch das Eigengewicht des Stoffes ändern sich die Abstände der Plisseefalten.

Elektrische Komponenten

Installation

Die Installation der elektrischen Komponenten darf ausschliesslich durch einen Fachbetrieb erfolgen.

Anzahl der Steuerungen

Die Anzahl und die korrekte Wahl der Steuerungskomponenten obliegt dem Kunden. Sollte der Kunde keine Angaben machen können, so gilt die in der Auftragsbestätigung vermerkte Menge als akzeptierter Vorschlag. Kosten, welche durch fehlende oder falsch gewählte Komponenten entstehen, werden keine übernommen.

Rückgabe von Steuerungselementen

Rücksendungen können nur in ungeöffneten Originalverpackungen akzeptiert werden. Die Kosten für die Rücksendung trägt der Kunde.

Schnittstellen zu Gebäudesteuerungen

Auf Wunsch liefert Flachglas Steuergeräte für eine LAN- oder KNX-Anbindung.

Für die Planung der Anlagen stellen wir gerne Unterlagen zur Verfügung.

Die Programmierung dieser Komponenten und die Einbindung in bauseitige Netzwerke ist nicht im Leistungsumfang von Flachglas enthalten. Gerne liefern wir die benötigten Unterlagen oder stellen einen Kontakt zum Hersteller der Steuergeräte her. Für Aufwendungen, die Flachglas durch fehlerhafte Programmierung entstehen, berechnen wir die entstandenen Abklärungs- und Inspektionskosten.

Gewährleistung

Für alle Lieferungen gelten die Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen der Flachglas Schweiz.

Für die Funktion der Isoliergläser und der innenliegenden Beschattungselemente übernehmen wir eine Gewährleistung von 5 Jahren ab Lieferdatum.

Für die elektrischen Komponenten gilt eine Bring-in Garantie von 2 Jahren ab Lieferdatum. Die Kosten für die Rücksendung trägt der Kunde.


// Quelle: Flachglas (Schweiz) AG // Stand: August 2019